Leid und Leidvermeidung

Konsequenzen für die Pädagogik der Körperbehinderten aus der Diskussion um Leid und Leidvermeidung, dargestellt anhand der Humangenetik und der Pränataldiagnostik: In der aktuellen Debatte um die Möglichkeiten, Chancen und Grenzen der Humangenetik steht der Begriff des menschliches Leides im Mittelpunkt. Dabei bestehen starke Tendenzen zu einer möglichst umfassenden Leidvermeidung, ohne den Begriff „Leid“ selbst zu klären und nach seiner Rolle im Leben zu fragen. Vielmehr wird Leid generell als ein zu vermeidendes Übel gewertet. Zudem wird häufig ein direkter Kausalzusammenhang zwischen Leid und Behinderung behauptet und in der Regel auch fraglos akzeptiert. Diese Arbeit analysiert die Diskussion um Leid und Leidvermeidung im Zusammenhang mit Behinderung vor dem Hintergrund der Humangenetik und der Pränataldiagnostik und ihren (bio-)ethischen Implikationen. Abschließend werden Konsequenzen für die Körperbehindertenpädagogik abgeleitet, welche allerdings durchaus für die gesamte Sonderpädagogik von Interesse sein könnten.
Autor: Tim Bendokat (2000), Universität Köln | 1. Staatsexamen
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Metaphern im Sportunterricht

Metaphern im Sportunterricht – Erlebnispädagogik an einer KB-Schule im Rahmen der Bewegungserziehung Eine anthropologische Projektkonzeption und ihre Realisierung: n dieser Arbeit soll gezeigt werden, dass die Körperbehindertenpädagogik durch Hinzunehmen erlebnispädagogischer Methoden und Zielsetzungen wirksam erweitert werden kann. Es werden Ziele, Elemente und Modelle erläutert, die in der erlebnispädagogischen Handlung ihre Bedeutung finden und somit den Bezug zur Praxis herstellen. Speziell wird hier auf die Bedeutung der Metapher im erlebnispädagogischen Kontext eingegangen. Letztlich wird dies alles anhand eines Projektes beispielhaft dargestellt.
Autoren: Silke Paulig und Frank Pöther (2001), Universität Köln | 1. Staatsexamen
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Zur Anthropologie von Menschen mit Körperbehinderungen

Von der Antike in die Neuzeit. Zur Anthropologie von Menschen mit Körperbehinderung und ihren ethischen Folgewirkungen untersucht an ausgewählter, zeitgenössischer Literatur. Eine historisch – systematische Untersuchung: Die philosophische Auseinandersetzung mit den Begrifflichkeiten von Anthropologie und Ethik nehmen in ersten Teil dieser Arbeit einen breiten Raum ein. Im zweiten Teil wird durch geschichtlich-hermeneutische Textanalysen versucht, aus Werken, die jeweils subjektiv aus der jeweiligen Epoche ausgewählt wurden, anthropologische und ethische Aussagen herauszuarbeiten. Diese Werke sind die Nikomachische Ethik von Aristoteles für die Antike, Utopia von Thomas Morus für das Mittelalter und die Entstehung der Arten von Charles Darwin für die Neuzeit. In der abschließenden Diskussion werden die ethisch-anthropologischen Aussagen dieser Werke auf ihre mögliche Transformation auf gegenwärtige heilpädagogische Konstitutionsprozesse diskutiert.
Autor: Daniel Budka (2002), Universität Köln | 1. Staatsexamen
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